Förderverein Dorfkirche Wegendorf e.V.
Damit die Kirche im Dorf bleibt.

Rückblick 2014


11. April | Richtfest an der Kirche

Die Bauarbeiten an und in der Wegendorfer Kirche neigen sich langsam dem Ende zu.
Das Dach ist fast vollständig gedeckt und trotzdem fand am 11.04.2014 das Richtfest an diesem historischen Ort statt. Der ungewöhnliche Termin kam zu Stande, da sich im Herbst 2013 wegen des unbeständigen Wetters kein passenderer Termin finden ließ. 
Nun war es endlich so weit. Herr Pfarrer Menard und die Zimmerleute erklommen die Rüstung, stellten sich vor der Richtkrone auf und wandten sich an die Bauleute und Gäste. Der Zimmermann sprach den Richtspruch und Herr Pfarrer Menard dankte allen Beteiligten für ihre Arbeit. Anschließend wurde auf dieses tolle Ereignis in der Geschichte der Wegendorfer Kirche mit Sekt angestoßen. Danach waren alle Anwesenden in das ebenfalls sanierte Küsterhaus zu einer kleinen Feier eingeladen. Dort erwarteten die Gäste liebevoll gedeckte Tische. Frau Spühr vom Pfarramt, Frau Töpfer und Frau Thürling aus Wegendorf hatten alles für das leibliche Wohl vorbereit. Ein gelungener Nachmittag, an dem alle stolz auf das Erreichte sein konnten, ging somit zu Ende. | Torsten Peper



26. - 27. April | Pfarrgarten mit 
Musik 

Mit den ersten warmen Frühlingstagen und den langsam zum Abschluss findenden Sanierungsarbeiten an der Wegendorfer Dorfkirche wächst unter den Fördervereinsmitgliedern die Freude auf die kommenden Monate. Endlich wird die Kirche wieder nutzbar sein, können Gottesdienste, Konzerte und Lesungen die alten Feldsteinmauern mit Leben füllen. So wie sich der Frühling in den vergangenen Tagen mit Macht gegen die letzten, an den vertriebenen Winter erinnernden, frostigen Nächte durchsetzte, so stark war auch das Bedürfnis, alles wie der Mai neu zu machen. 

Dazu zählte zum Frühjahrsputz des Fördervereins am 26. April, der Küsterhaus und Kirche einschloss, auch die Pflanzung einer Buchenhecke im Pfarrgarten auf dem Kirchengelände. 
Wer an das vergangene Sommerfest des Fördervereins zurückdenkt, hat die geborgene Atmosphäre des kleinen Konzerts und Kindertheaters noch in guter Erinnerung, die sich durch die besondere Lage des Pfarrgartens einstellte. Eingebettet in den Hügel an der Kirche, der einen Blick und Sitzplatz wie in einem antiken Amphitheater ermöglicht und begrenzt durch die Feldsteinmauer des Friedhofs, kann man hier geschützt vor der nachmittäglichen Sonne unter Pfirsichbaum und Fliederstrauch entspannt verweilen. Um der Würde und dem Respekt vor der Umgebung Rechnung zu tragen wurde diese Hecke als sichtbare und natürliche Abgrenzung zwischen dem Friedhof und dem seit Jahrhunderten genutzten Pfarrgarten gepflanzt. 

Ein in Vergessenheit geratenes Fleckchen Erde wurde wiederentdeckt und wird zukünftig hoffentlich vielen Besuchern, Gästen und Gläubigen den Platz bieten, den sie sich jeweils wünschen - zum Erleben eines Konzerts, für eine zurückgezogene Unterhaltung, zum Lauschen der unzähligen Vögel oder dem Anblick von Kirche, Wiese und Feld. So, wie es die ca. 70 Rad fahrenden Besucher des 10. Altlandsberger Sattelfests am 27. April sichtlich genossen. | eko


3. - 4. Mai | Ein literarischer Rückblick auf unsere Pilgerwanderung auf dem Jakobsweg Fürstenwalde - Müncheberg - Rehfelde | Von Torsten Peper

Das halbe Dutzend ist voll - eine Pilgerwanderung (Fürstenwalde - Müncheberg - Rehfelde)

Die Wanderschuhe geschnürt, hervorragend von Enrico geführt, 
durch Wald, Wiesen und Flur, machten wir unsere sechste Pilgertour.

Wir trafen uns in Werneuchen an der Bahn, die Ersten kamen dort schon wandernd an.
In Fürstenwalde liefen wir los, hier sei noch erwähnt, bei dieser Wanderung waren wir zu zehnt.

Der Weg führte uns am Trebuser See entlang, 
ein Lied auf den Lippen, noch beschwingt unser Gang! 
„Herzlich willkommen im Ortsteil Trebus!“, für „DDR-Nostalgiker“ ein Muss.

Gerald hat den Versuch eines „Selbstauslöserfotos“ gemacht, sehr schön, so ein Traktorreifen, was haben wir gelacht.
Nachdem wir an einem „Möchtegernbiohof“ vorbei waren, hörten wir auch noch Panzer fahren.

In Jänickendorf dagegen, wo wir uns zur Pause niederließen, konnten wir neben Gastfreundschaft auch die Ruhe genießen. Bei Familie Obst und ihren Jacobsschafen, fühlten wir uns wie in einem sicheren Hafen.

Gestärkt durch Kaffee und Kuchen, ging es wieder weiter, vorbei an Rapsfeldern und duftendem Flieder.
Bis Schönfelde war es ein ganzes Stück, doch dort angekommen, hatten wir Glück.

Eine nette Dame zeigte uns die Kirche und wusste Geschichten, aus deren Vergangenheit und Gegenwart zu berichten. 
Pilgern bedeutet nicht nur vorwärts eilen, sondern auch der Stille zuzuhören und zu verweilen.

Aber wir waren noch nicht am Etappenziel angekommen, also liefen wir weiter und haben die Eindrücke mitgenommen. So sind wir über Eggersdorf nach Philippinenhof gegangen, dort wurden wir freundlich von der Wirtin empfangen.

Im Landhaus Luckas, speziell für Pilger gedacht, 
haben wir dann schließlich die Nacht verbracht.
Doch bevor es soweit war, genossen wir den Sonnenuntergang und den schönen Abend, der wurde noch lang.

Pilgersuppe und Pilgerbier ließen wir uns schmecken. Dann saßen wir am Lagerfeuer, gehüllt in warme Decken
„Geschichten aus Tausend und einer Nacht.“ hat ein „echter südbrandenburger Perser“ uns nahe gebracht.

Später wurde es noch einmal besinnlich, nachdenklich und schön, durch Manus Labyrinth hat man den Weg nochmal ganz anders gesehen.
Mit Hape und Enrico ging es dann noch nach Santiago de Compostela, und dann war die Nacht zum Schlafen (Schnarchen) da.

Wir schliefen alle in einem Raum, 
nur Lavendel-Bernd hatte seinen eigenen Traum. 
Er hatte auch morgens als Erster seinen Kaffee, wir anderen begnügten uns mit Früchtetee.

Nach „erholsam durchschnarchter Nacht“ und Frühstück haben wir uns wieder auf den Weg gemacht.
Die Müncheberger Kirche war unser erstes Ziel, was wir dort sahen, uns sehr gut gefiel.

Weiter ging es durch das „Rote Luch“ nach Werder und Garzau, die Beine wurden schwerer, der Himmel war grau.
Bis Rehfelde sind wir noch gekommen, dort haben uns dann drei freundliche Autofahrer mitgenommen.

„Kein Weg ist zu lang mit einem Freund an deiner Seite.“

Dieses leicht abgewandelte Sprichwort hat sich bewahrheitet, 
es läuft sich leichter, wenn man mit lieben Freunden voranschreitet! Darum würde ich immer wieder gehen! Ich sage nur: „ Watt war et schön!“

© Enrico Konkel



8. Juni | 5 Jahre Förderverein Dorfkirche Wegendorf und 6. Nacht der Offenen Kirchen   

32 Grad/C und es wird noch heißer ... fast gleichlautend wie der bekannte Sommerhit fühlte sich der Pfingstsonntag in Wegendorf an, an dem der Förderverein fünf Jahre nach seiner Gründung zur bundesweiten Nacht der Offenen Kirchen einlud. Erfreulicherweise ließen sich viele Besucher nicht von der Hitze des Tages abschrecken und fanden an diesem Feiertag den Weg zur Kirche und zum Küsterhaus, genossen eine Atmosphäre der Gastfreundschaft bei Kaffee, Kuchen und Gegrilltem .
Als herausragendem Höhepunkt für jeden der Besucher erwies sich eine Führung durch die teilsanierte Kirche, deren bewundernswerter , in einer Symbiose aus altem und neuem Holz wieder zusammengefügte Dachstuhl ein Zeugnis fachgerechter Zimmermannsarbeit darstellt. Mit reduziert eingesetzter Beleuchtung lag das Augenmerk der Erläuterung auf der optischen Wirkung des Dachstuhls auf den Betrachter, unterstützt von einigen Fotos, die die verschiedenen Abschnitte der Sanierung dokumentieren. Stummen Zeugen der Zeit steht der interessierte Besucher in einer Auswahl von vier alten, nicht mehr verwendeten Balken gegenüber, die, wie eine Figurengruppe angeordnet, sozusagen wieder heimgekehrt in den neuen, alten Dachstuhl, eine Zeitspanne von 1648 bis 1905 darstellen. Die Bewunderung und der Stolz über das, was man hier sah, war unter den Besuchern, unter denen sich viele Wegendorfer fanden, förmlich zu spüren.
Bevor die Wärme des Tages der eintretenden Dämmerung wich, lauschten die Gäste bei einem kleinen und feinen Flötenkonzert des Trios „Giocoso“ thematischen Variationen von Schuberts „Die Forelle“ in der kühlen Kirche. Kerzenbeschienen unter dem Kreuzgewölbe beendete eine kleine Abendandacht mit Herrn Pfarrer Johannes Menard diesen besonderen Tag.

Wenn der Förderverein am 10. Juni 2014 sein fünfjähriges Bestehen feiert, so ist es mir ein besonderes Bedürfnis, nicht nur den vielen helfenden Händen zu danken, die diese 6. Nacht der Offenen Kirchen in Wegendorf geplant, vorbereitet, gestaltet und durchgeführt haben, sondern ebenso all denen, die seit dem 10. Juni 2009 den Mut gefasst haben, die Kirche vor der Schließung und dem Zerfall zu bewahren und mit Beharrlichkeit, Überzeugungskraft und viel Engagement dem weitaus ältesten Haus im Ort eine Zukunft gegeben zu haben. | eko

© Torsten Ruske | Enrico Konkel

 


23. August | Sommerfest zum Abschluss der Sanierungsarbeiten

Zwei gewichtige Gründe gab es an diesem Tag, um nach Wegendorf in die Kirche einzuladen. Gemeinsam mit dem Förderverein der Dorfkirche und der Evangelischen Kirchengemeinde feierten die eingeladen Gäste zum einen den Abschluss der umfangreichen Sanierungsarbeiten. Zum anderen veranstaltete der Förderverein fast schon traditionell im August sein alljährliches Sommerfest. 


Pfarrer Johannes Menard sprach im Festgottesdienst in der voll besetzten Kirche die verschiedenen Stationen der dringend notwendigen Sanierung an. Die ursprünglich veranschlagten Kosten von 500000 € konnten anfangs nicht annähernd aufgebracht werden, so dass der Kirchturm in einer Neuberechnung aus dem Sanierungsvorhaben herausgerechnet werden musste. Die verbliebenen 320000 € stellten aber immer noch eine große finanzielle Belastung für die Kirchengemeinde dar. Umso erfreulicher sei es gewesen, dass die Lokale Arbeitsgruppe Märkische Seen 200000 € aus EU-Fördermitteln für die Sanierung der Kirche und des benachbarten Küsterhauses befürwortet hatte und damit das gesamte Vorhaben erst möglich machte. Der Differenzbetrag wurde aus Eigenmitteln der Kirche bereitgestellt. Pfarrer Menard dankte allen, die sich intensiv beteiligt hatten, in erster Linie aber dem Förderverein. 

Im Anschluss an den Gottesdienst erfreuten die Bläser die Besucher auf dem Kirchplatz. Bürgermeister Arno Jaeschke, Ortsvorsteher Michael Töpfer und Fördervereinsvorsitzender Enrico Konkel dankten allen Mitstreitern für das außerordentliche Engagement und den langen Atem bis zum Erreichen des großen gemeinsamen Zieles. In der anschließende Kirchenführung durch Enrico Konkel konnten sich alle Besucher von den Herausforderungen der Handwerker und Bauleute überzeugen, die insbesondere der in Teilen bis zu 400 Jahre alte Dachstuhl darstellte. 

Das fröhliche Fest wurde begleitet von kulinarischen Angeboten des Fördervereins, Bastelmöglichkeiten für die Kinder im angrenzenden Pfarrgarten und einem Auftritt des neuen Wegendorfer Chores "Die Verwegenen". Den abendlichen Höhepunkt dieses feierlichen Tages lieferte das Konzert mit "Parents and Friends", dem Gospelchor, der 2009 dem damals noch jungen Förderverein zum ersten Wegendorfer Weihnachtsmarkt einen ersten Achtungserfolg für sein kulturelles und bürgerschaftliches Engagement bescherte. | eko

 © Torsten Ruske



20. Dezember | 6. Wegendorfer Weihnachtsmarkt 

Wieder einmal von langer Hand geplant und vorbereitet, haben die Initiatoren und Aktiven aus dem Förderverein der Dorfkirche, des Seniorenbeirates, der Feuerwehr und der Kita zum mittlerweile sechsten Weihnachtsmarkt in Folge nach Wegendorf in die beschauliche Dorfmitte eingeladen. Unter der Schirmherrschaft des Ortsbeirates Wegendorf, der Stadt Altlandsberg und den dankenden Worten des Bürgermeisters Arno Jaeschke fanden sich wieder, trotz aller Wetterkapriolen, unzählige Besucher ein.
Man genoss das ländliche Flair rund um die herbeigezauberte beachtliche und festlich geschmückte Tanne, labte sich an Bratwurst, Waffeln und leckeren Naschereien und konnte in glückliche Kinderaugen blicken, wenn die Kleinen ihre Runden auf dem Pferdchen oder im Auto auf dem nostalgischen Karussell drehten. Kinder der Kita Wegendorf trotzten einem kleinen Schneesturm und sangen tapfer ihre gelernten Weihnachtslieder. Und während danach für Klein und Groß Rudolph, das Rentier im Puppenspiel für die Rettung des Weihnachtsfestes ein Abenteuer in der voll besetzten Kirche bestritt, rauschte klammheimlich der Weihnachtsmann auf dem Dorfplatz ein und wartete schon auf jedes Kind mit einer kleinen Überraschung. Den Damen des Wegendorfer Chores konnte man im Anschluss den Interpretationen ihrer unermüdlich geprobten Weihnachtslieder lauschen.

Wem das Wetter zu ungemütlich wurde, der hatte die Möglichkeit, sich im Küsterhaus „Mittendrin“ bei Kaffee und Kuchen aufzuwärmen oder den Kindern beim Basteln zu zusehen.
Zum besonderen Höhepunkt des Tages lud Sängerin und Schauspielerin Susanne Kliemsch zusammen mit ihrer Band „BonVoyage“ am Abend zum Konzert in die Kirche ein und verzauberte, zum wiederholten Male, das Publikum mit weltumspannenden Liedern und Geschichten zur Weihnacht. Wie schön, bunt und vielfältig die Menschen in aller Welt doch dieses frohe Fest begehen ... nachdenkenswert, besonders in der jetzigen Zeit. Besinnliche und dankende Worte für einen gelungenen Tag fand Pfarrer Johannes Menard zum Abschluss dieser wieder sehr intensiven Stunden.

Danke an alle an der Planung, Vorbereitung und Durchführung Beteiligten. Dieses Projekt beweist alljährlich, wozu gemeinschaftliches Handeln fähig ist und die Begeisterung dafür wie ein Funke auf jeden persönlich überspringen kann. | eko

 © Torsten Ruske

 
 
 
 
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